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FAQ

Ich habe in den Nachrichten von einem Unternehmen gehört, bei dem es ebenfalls zu Menschenrechtsverletzungen kommt. Warum kann ich dieses Unternehmen in Ihrer Liste nicht finden?

Bei der Liste handelt es sich lediglich um eine Auswahl von etwa 250 Unternehmen, die für Menschen- oder Arbeitsrechtsverletzungen oder Umweltverschmutzung verantwortlich sind, die den Klimawandel beschleunigen oder die in Korruption und andere Finanzdelikte verwickelt sind. Über Unternehmen, die nicht auf unserer Liste stehen, können wir derzeit keine gesicherte Auskunft geben – weder ob ihre Geschäftsaktivitäten sozial und ökologisch verträglich sind oder ob bei ihnen womöglich auch kontroverse Vorfälle vorliegen.

Ein Unternehmen, das Sie aufführen, begeht nach Ihren Kategorien Menschenrechtsverletzungen. In der Presse war aber auch von schwerer Umweltzerstörung zu lesen – wieso berücksichtigen Sie das nicht?

Dies liegt daran, dass wir uns nur auf eine begrenzte Anzahl von Quellen stützen (Sustainalytics, Norwegischer Pensionsfonds, Carbon Majors, Sipri, RepRisk). Nur wenn diese von einem Vergehen in einer der genannten Kategorien berichten, wird das betreffende Unternehmen in dieser Kategorie aufgeführt. Andere Quellen (wie Tageszeitungen, Fernsehbeiträge oder auch Studien von anderen Organisationen) haben wir hier derzeit nicht berücksichtigt.

Warum gibt es bei einer Reihe von Fonds überhaupt keine Angaben?

Im besten Fall investiert dieser Fonds in keine kontroversen Beteiligungen.

In den meisten Fällen allerdings sind diese Fonds keine Aktienfonds, sondern Renten-, Dach-, Geldmarkt-, Immobilien- oder Derivatefonds.

Wenn also keine Angaben  gemacht werden, weist dies nicht unbedingt darauf hin, dass der Fonds tatsächlich unbelastet ist. Im Fall von Aktienfonds können Beteiligungen an durchaus kontroversen Unternehmen enthalten sein, die wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht berücksichtigt haben. Einen Hinweis auf tatsächlich unbelastete Fonds kann der Name des Fonds geben- Fonds, die „Klima“, „Öko“ oder „Sustainable“ im Namen tragen, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, frei von kontroversen Unternehmen zu sein. Eine Garantie ist dies leider auch nicht!

Andere Fondsarten wie Dachfonds etc. haben wir noch nicht ausgewertet.

In manchen Produkten gibt es eine sehr große Zahl von Fonds. Bilden die dann mein Produkt ab?

Nein. Die Anbieter treffen aus den Investmentfonds, die am deutschen Markt zugelassen sind, eine Vorauswahl und stellen damit eine Fondspalette auf. In den meisten Fällen handelt es sich dann um Fonds von Drittanbietern. Je nach Anbieter und Gestaltung Ihres Vertrags können Sie oder Ihr Berater aus diesen Fonds eine bestimmte Anzahl auswählen, die Sie dann, wiederum je nach Vertrag, einmal oder mehrmals pro Jahr austauschen oder umgewichten können. D.h. Sie könnten einen stark belasteten durch einen weniger belasteten Fonds austauschen oder bestimmen, wie viel Ihrer Beiträge in welchen Fonds fließen soll.

Sehr viele Fonds weisen eine Belastung auf. Wie kommt das?

Die Anbieter von Riester-Produkten sind, wenn das Produkt erst einmal grundsätzlich zertifiziert ist, frei in der Gestaltung ihrer Fondspalette. Sie müssen sich nicht auf nachhaltige, ökologische oder sozial orientierte Fonds beschränken, könnten es aber. Doch auch bei diesen Fonds ist leider keine grundsätzliche Entwarnung zu geben.

Woher kommen eigentlich die Informationen zu den Anbietern und ihren Produkten?

Wir haben wie ein Verbraucher Anfang 2016 auf den Webseiten der Anbieter nach Riester-Produkten und der dazu gehörigen Fondspalette gesucht. In manchen Fällen mussten dazu Berater der Anbieter im persönlichen Kontakt aushelfen.

Ich bin mit meinem Vertrag nicht mehr zufrieden, weil er stark belastet ist. Was kann ich tun?

Bitte versuchen Sie zunächst, einen unabhängigen Berater darauf anzusprechen. Vielleicht kann Ihnen auch eine Verbraucherzentrale weiter helfen. Informieren Sie sich sorgfältig, bevor Sie etwas unternehmen!

Folgende Möglichkeiten könnten für Sie in Frage kommen:

  • Wählen Sie aus der Palette Ihres Anbieters andere Fonds aus, die weniger stark belastet sind. Bedenken Sie dabei, dass die Informationen auf dieser Seite sich auf bestimmte Berichtszeitpunkte der Fonds beziehen und sich mittlerweile geändert haben können.
  • Lassen Sie Ihren Vertrag ruhen. Dies ist kostenfrei, aber Sie erhalten dann natürlich keine Zulagen mehr.
  • Wechseln Sie den Anbieter. Ihr Guthaben kann auf den neuen Vertrag übertragen werden. Erkundigen Sie sich dann aber unbedingt über Wechselgebühren etc.! Vielleicht kommt ein Netto-Tarif ohne Vertriebskosten für Sie in Frage.
  • Die Kündigung des Vertrags ist die letzte Option und vermutlich mit hohen Kosten verbunden, da Sie die Zulagen und auch die steuerlichen Begünstigungen zurück zahlen müssen. Die Gebühren, die Sie schon gezahlt haben, werden nicht erstattet.
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