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FAQ

Ich habe in den Nachrichten von einem Unternehmen gehört, bei dem es ebenfalls zu Menschenrechtsverletzungen kommt. Warum kann ich dieses Unternehmen in Ihrer Liste nicht finden?

Bei der Liste handelt es sich lediglich um eine Auswahl von etwa 320 Unternehmen, die für Menschen- oder Arbeitsrechtsverletzungen oder Umweltverschmutzung verantwortlich sind, die den Klimawandel beschleunigen oder die in Korruption und andere Finanzdelikte verwickelt sind. Über Unternehmen, die nicht auf unserer Liste stehen, können wir derzeit keine gesicherte Auskunft geben – weder ob ihre Geschäftsaktivitäten sozial und ökologisch verträglich sind oder ob bei ihnen womöglich auch kontroverse Vorfälle vorliegen.

Ein Unternehmen, das Sie aufführen, begeht nach Ihren Kategorien Menschenrechtsverletzungen. In der Presse war aber auch von schwerer Umweltzerstörung zu lesen – wieso berücksichtigen Sie das nicht?

Dies liegt daran, dass wir uns nur auf eine begrenzte Anzahl von Quellen stützen (Sustainalytics, Norwegischer Pensionsfonds, Carbon Majors, Sipri, RepRisk). Nur wenn diese von einem Vergehen in einer der genannten Kategorien berichten, wird das betreffende Unternehmen in dieser Kategorie aufgeführt. Andere Quellen (wie Tageszeitungen, Fernsehbeiträge oder auch Studien von anderen Organisationen) haben wir hier derzeit nicht berücksichtigt.

Warum gibt es bei einer Reihe von Fonds überhaupt keine Angaben?

Im besten Fall investiert dieser Fonds in keine kontroversen Beteiligungen.

In den meisten Fällen allerdings sind diese Fonds keine Aktienfonds, sondern Renten-, Dach-, Geldmarkt-, Immobilien- oder Derivatefonds.

Wenn also keine Angaben  gemacht werden, weist dies nicht unbedingt darauf hin, dass der Fonds tatsächlich unbelastet ist. Im Fall von Aktienfonds können Beteiligungen an durchaus kontroversen Unternehmen enthalten sein, die wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht berücksichtigt haben. Einen Hinweis auf tatsächlich unbelastete Fonds kann der Name des Fonds geben- Fonds, die „Klima“, „Öko“ oder „Sustainable“ im Namen tragen, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, frei von kontroversen Unternehmen zu sein. Eine Garantie ist dies leider auch nicht!

Andere Fondsarten wie Dachfonds etc. haben wir noch nicht ausgewertet.

Sehr viele Fonds weisen eine Belastung auf. Wie kommt das?

Die Anbieter von Investmentfonds sind frei in der Gestaltung ihrer Fondspalette. Es gibt keine Mindesstandards sozialer oder ökologischer Kriterien, die verbindlich zu beachten sind. Viele herkömmliche Fonds investieren daher weiter in jedes Unternehmen, das ihnen finanziell lukrativ erscheint. Dabei ist es mittlerweile erwiesen, dass nachhaltige Unternehmen keine schlechtere Performance aufweisen als herkömmliche. Leider sind auch in Fonds, die sich als „nachhaltig“, „grün“ oder „sustainable“ bezeichnen, Unternehmen enthalten, die wir als kontrovers ausweisen. Dies liegt daran, dass der Fonds seine Nachhaltigkeitskriterien schwächer definiert als wir es tun.

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